Abenteuer unter der Regenwolke

Simon hat einige Wochen damit verbracht, seinen Toyota LandCruiser für die Fahrten im afrikanischen Busch auszurüsten. Er hat Frontschutzbügel, eine Winde, einen Dachgepäckträger, helle LED Scheinwerfer und vieles mehr angebaut. Wir haben eine Lösung gefunden, um eine Leinwand auf dem Dachgepäckträger zu befestigen, um den Jesus-Film draußen im Busch zu zeigen. Die Herausforderung bestand darin einen schnellen Auf- und Abbau zu ermöglichen, um mehreren möglichen Herausforderungen entgegenzutreten.

  1. Der Monsunregen – Wir hatten unseren Einsatz schon mehrmals verschoben, aufgrund des anhaltenden Monsunregens. Wenn es anfängt während dem Einsatz zu regnen, müssen wir in der Lage sein alles so schnell wie möglich unter ein Dach zu bringen. Wenn du den Regen in Afrika kennst…dann weißt du was ich meine und wenn nicht, dann musst du uns wohl einfach besuchen kommen 😉

  2. Die Ausgangssperre – wegen der Pandemie müssen wir vor 23 Uhr „zu Hause“ sein. Wir konnten den Jesus-Film nur nach Dämmerung zeigen d.h. 19:30 und er ging 3 Stunden lang, und danach wollten wir eine Andacht halten, die Fahrtzeit kam auch noch dazu. Die Zeit wird tatsächlich knapp.

  3. Die Sicherheit – Es muss auf diesem Trip nicht zu einem großen Problem werden, aber in der Vergangenheit gab es gewalttätige Reaktionen auf ähnliche Einsätze und wir wollten sicher gehen, schnell verschwinden zu können, wenn es dazu kommt.


Simons Auto – bereit zum Einsatz


Unser Weg nach Turkana fing mit einem Flug zur neu gebauten Seidenstraße an. Der Weg, der mich vorher 2 ganze Tage hinterm Steuer gekostet hat, war jetzt nur noch 9 Stunden lang, dank der neuen Straßen und dem Toyota LandCruiser!!! Wir trafen uns mit einem einheimischen Pastor aus Turkana , der uns zeigte wo sie vorher auf einem kleinen Einsatz waren, und der für uns übersetzen würde. Nachdem wir ihn abgeholt und getankt hatten, waren wir wieder auf dem Weg.


Über eine Woche waren wir ins Landesinnere unterwegs, auf schlechten Straßen, am Turkwel Fluss entlang richtung Süden. Immer wieder machten wir halt in kleinen Dörfern, um die gute Nachricht zu verkünden.

In jedem Dorf versuchten wir bei einem Mann des Friedens zu bleiben, sei es das Haupt des Dorfes oder ein Pastor aus der Nähe, um uns in Sachen Sicherheit und Schutz zu helfen und auch, um für uns das Dorf darauf vorzubereiten das Evangelium zu empfangen. Sobald unsere Zelte standen kochten wir eine schnelle Tasse Tee und aßen eine Packung Instantnudeln, um dann alles für den Abend aufzubauen.


Während wir anfingen die Geräte in der Dorfmitte aufzubauen, fing Patrik, unser Übersetzer, an das Event anzusagen, er rief die Menschen, spielte Lieder über die Verstärker-Anlage ab, sang und tanzte. Es dauerte nicht lang, da spielten, tanzten und sangen alle Kinder aus dem Dorf mit uns. Als die Sonne anfing unterzugehen stellten wir den Kindern Fragen, wir wollten rausfinden ob sie was über das Evangelium wussten? Gab es vor uns Einsätze? Hatten sie den Jesus-Film oder einen anderen Film schon gesehen? Tatsächlich gab es Orte an denen schon vor uns jemand war, aber an anderen Orten, schien es als wären wir die ersten! Was für ein Privileg die erste Person zu sein, die gute Nachricht von unserem Herrn Jesus Christus mit seinen kostbaren und geliebten zu teilen! Unglaublich!

Im Rennen gegen die Sonne beim Aufbau, keine Seele weit und breit


Jede Nacht haben wir mit 30 Menschen angefangen, größtenteils Kindern, die den Jesus Film geguckt haben, aber nach und nach im Verlauf des Abends, kamen die Menschen langsam aus dem Busch hervor. Ich weiß nicht, ob ich jemals verstehen werde wie sich Nachrichten im Busch verbreiten, ohne Handys oder andere Formen der Kommunikation, soweit ich weiß, aber tatsächlich saßen am Ende des Films, als die Lichter wieder angingen, vor uns eine Menge von 200 – 300 Menschen! An manchen Nächten waren es sogar mehr als 400 Menschen! Und das in Gegenden, wo es nur 4 oder 5 Lehmhütten zu geben schien.

Die Menschen kommen langsam aus dem Busch, um den Jesus-Film zu sehen


Ein paar Mal, während der Film lief, sprangen Menschen auf und es gab einen großen Tumult, dann beruhigte sich wieder alles und die Menschen setzten und legten sich wieder in den Sand. Ich hab nicht lange gebraucht, um herauszufinden, was da passierte. Skorpione und eine art riesige Walzenspinne. Ich hatte sogar eine gesehen, die auf einem schlafenden Kind saß. Erschreckend sowas.


Der Jesus-Film, für diejenigen von euch die noch nichts davon gehört oder ihn nicht gesehen haben, ist ein fantastisches Werkzeug für Einsätze. Es ist ein Film der in den späten 70er Jahren gedreht wurde und bis heute in 1800 Sprachen reproduziert wurde! Er wird in jedem Land weltweit verwendet und dazu eingesetzt Millionen zu Christus zu führen. Hier könnt ihr mehr offizielle Informationen sehen.


Über die Woche hatten wir, nachdem wir den Jesus-Film gezeigt haben, die Möglichkeit das Evangelium mit über 1000 Erwachsenen zu teilen und von ihnen kamen 260 nach vorne, um ihr Leben zum ersten Mal Jesus zu geben.


In unserer letzten Nacht hatten wir ein paar Herausforderungen, zuerst hat die Verstärker-Anlage nicht funktioniert. Es kam heraus, das sie in der letzten Nacht umgeschmissen wurde, was die Anlage und die Kabel beschädigt hat. Wir haben versucht die Lautsprecher des Autos zu benutzen (viel leiser als unsere große Anlage, aber besser als nichts). Kurze Zeit später ging der Generator kaputt! Wir säuberten die Zündkerzen, prüften den Treibstoff-Stand und versuchten es nochmal. Nichts. Er war tot. Dann spürte ich ein paar Regentropfen auf meinem Gesicht, ich schaute nach oben und sah nur schwarz. Nicht ein Schwarz des Nachthimmels – ein Regenwolken-Schwarz… Es sah immer mehr danach aus, als müssten wir die Sache abbrechen und unsere Niederlage hinnehmen.


Ich entschied mich, ein letztes kurzes Gebet zu sprechen und Gott zu fragen, was ich tun soll. Ich spürte wie er sagte, ich soll den Tankdeckel vom Generator abnhemen und es nochmal versuchen, das tat ich. Er röhrte auf und sprang an! Das Licht war wieder da, der Projektor lief wieder und der Ton war wieder da, und der Regen war weg!

Simon predigt sturm – Ich bin so froh, das wir nicht aufgegeben haben!!!


Es scheint eine große Ernte zu geben hier in Afrika, Gott ruft uns, seine Werkzeuge zu sein, uns hier auf dem Feld zu investieren und zusammen mit ihm zu arbeiten, Menschen zu ihm zu ziehen. Ich kann mir nicht vorstellen was anderes lieber zu tun, als zusammen mit dem Schöpfer, dem Liebhaber meiner Seele zu arbeiten. Könntest du?


Als wir ein Dorf verlassen wollten, kamen zwei Frauen, um uns mit 2 Ziegen zu beschenken, ein von Herzen großes Geschenk dieser Schäfer. Wärend der Zeit mit ihnen, sah ich was für ein großes Geschenk es war und das werde ich immer schätzen und in meinem Herzen bewahren.

Wir nehmen das Geschenk der Dorfeinwohner entgegen (klick dich weiter durch die Bilder)


Und als wir dieses letzte Dorf verließen, mit einem herzlichen Segen des Hauptes und vielen Einladungen nochmal zu kommen, sah ich das wir nur ansatzweise die Oberfläche dieser Region gestreift hatten. Ich bin mir sicher, das wir bald wieder zurück kommen, um noch weiter in die Regionen zu gehen, die kaum berührt oder erreicht wurden vom Evangelium. Ich bin so gespannt darauf! Du auch?


Es ist schwierig zu diesen Regionen zu kommen, es kostet Geld und Kraft, in Zelten zu schlafen mit Skorpionen und Spinnen überall, auf Duschen und Sauberkeit zu verzichten, dein eigenes einfaches Essen auf kleinen Feuern zu kochen, auf langen, heißen, staubigen Straßen zu reisen, Flüsse zu überqueren und im Schlamm stecken zu bleiben und öfter als gesund zu bleiben, krank zu werden...


Wenn du mehr Fotos von diesem Trip sehen willst, klick hier

Baden im Fluss (klick dich weiter durch die Bilder)


Mache ich es für das Abenteuer?

Sicher nicht!


Mache ich es für Jesus?

100% JA und Amen.


Ich hoffe diese Video inspiriert dich im Hinblick auf Gottes Berufung für dein Leben



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