South Sudan


- Das typische Taposa Haus Design -


Julias und ich kletterten in Das kleine weiß-blaue Cessna, das auf Gras parkte, es war immer noch frischen Tau auf dem Eldoret Air Strip. Peter war draußen, um einige letzte Flugkontrollen zu machen, bevor es losgehen konnte. Die Sonne ging gerade auf als wir Abgehoben. Und so waren wir auf dem Weg in den Südsudan. Der Flug war großartig, wir konnten über die bezaubernde kenianische Landschaft die mit einem feinen Morgennebel bedeckt war, trotz nebel konnte man die dichten Wäldern und Giraffen klar entdecken. Das Flugzeug ist so ein Segen, wenn man bedenkt das wir 2-3 Tage hartes Fahren über holprige Straßen und an Polizeikontrollen uns ersparen bleiben. Vielleicht wird eines Tages eine Landebahn neben der Basis bei der wir waren in Südsudan gebaut, damit wir den ganzen weg fliegen können. Momentan müssten wir noch ein Taxi mieten und über die rauhen Südsudan Straßen fahren wo das risiko vor Banditen und Räuber überfallen zu werden sehr hoch ist.


Als wir über die Grenze kamen, sahen wir, dass alle AK47 trugen, Männer, Frauen, Jungen und Mädchen. Von denen waren fast alle nur nomadische Hirten, die versuchten, die Ziegenherden vor Dieben zu schützen, damit sie nicht gestohlen werden.

Julius teilte uns mit, dass erst gestern eine Schießerei in dem Dorf stattgefunden hat, das wir besuchen wollten. Turkanas war aus Kenia herüber gekommen und hatten die Rinder der Dörfer gestohlen. Es wurden 7 Taposa getötet und 14 der Turkana Krieger wurden getötet. Wir fragten uns, wie lange es wohl dauern würde, bis die Taposa zurückschlagen, um dort gestohlenes Vieh zurück zu fordern, das bedeutet auch dass es mehr Tote geben wird....


Als wir die 15km über "no mans land" (umstrittenes Gebiet zwischen Kenia und Südsudan) fuhren, sahen wir das Gebiet, wo Stephan (eines der GFI-Teammitarbeiter) vor ein paar Jahren von Banditen angeschossen geworden ist und das machte die ganze situation noch spannender.


Die Fahrt ging sehr gut und wir sahen bald, wie Mark Keter uns in das kleine Dorf Naliel bringt. Mark, ein Kenianer, wurde drei Monate zuvor von GFI mit der Arbeit in dieser Region im Südsudan beauftragt. In dieser Gegend kann man über 250 km fahren, ohne eine einzige Kirche zu finden.  Es gibt Zehntausende Taposa-Leute, die noch nie das Evangelium gehört haben. Mark und drei weitere wurden ausgesandt, um eine christliche Basis unter diesem Volk aufzubauen. Ziel ist es, mehr als 100 Kirchen in weniger als 5 Jahren zu pflanzen. In den letzten 3 Monaten hat es Mark und sein Team geschafft, über 17 Feuer-Fellowships zu pflanzen, die sich jeden Abend unter den Sternen am Lagerfeuer treffen, Lieder singen und Geschichten aus der Bibel hören. Mark besucht jede Nacht einen andere Feuer-Fellowship, um die Geschichten, die sie gehört haben, zu erklären und mehr bible Geschichten zu erzählen.


- Gesichter, die wir getroffen haben (klicke auf den Pfeil oben, um alle Bilder zu sehen) -


Frisches Wasser

Wir konnten bereits vor unserer Abreise einige Mittel für ein Bohrloch aufbringen (das typische Bohrloch kostet zwischen 10.000 und 15.000 USD), im Dorf konnten wir sehen, wie das Bohrteam das Bohrloch baute und fertig stellte. Das Bohrloch bringt sauberes frisches Wasser in die Gemeinschaft dort. Dies ist das erste wichtige Teil der neuen Basis, die Mark bauen wollte. Sobald er einen Brunnen hat, kann er mit dem Bau von Häusern für die 4 Mission Familien, ein Vorratslager und einer Grundschule sowie vielen anderen Projekten beginnen. Das Wasser wird nicht nur die 4 Familien versorgen aber auch für die Gemeinschaft und deren Viehbestand.



An einem Tag, als wir uns ausruhen und versuchten der Mittagssonne aus dem Weg zu gehen, kamen die Dorfältesten auf uns zu und deuteten darauf hin, dass es noch zwei weitere Brunnen in einem Umkreis von 10 km gab, die seit Jahren nicht mehr funktionierten, und frageten ob wir da helfen können. Wir fragten das brunnen bau Team, ob sie was machen könnten.


Uns wurde gesagt, dass, wenn sie die offiziellen Kanäle durchsuchten und diese zur Reparatur einsenden, es etwa 3.000 Dollar kosten würde um sie zu reparieren. Wir sagten ihnen, wir wären nicht in der Lage, für ihre Reparatur zu bezahlen.ob sie aus Liebe zu der gemeinschaft es reparieren könnten? Nach einigen Verhandlungen, bei denen die Dorfbewohner zum Abendessen eine "große Ziege" zur Verfügung gestellt haben, machte sich das Brunnen Team an die freien Tage und konnte nach vielen Stunden beide Brunnen reparieren.


Wir haben um die Mittel für einen Brunnen gebetet, und stattdessen sind 3 Brunnen in gutem Zustand, haben unzähligen Menschen und dort Tieren, frisches Wasser geschenkt. Es war einfach eine geniale erfahrung, Gott ist gut.

- Sauberes Wasser (klicke auf den Pfeil oben, um alle Bilder zu sehen) -


'Wildfire' Treffen

An den Abenden kamen wir zu Mark um das Feuer, um einige bibel Geschichten zu erzählen, dies machten wir abwechselnd und die Bedeutung und die Prinzipien hinter diesen Geschichten klar zu machen. Uns wurde gesagt, dass sich in einigen der Dörfer mehr als 500 Menschen zu diesen Fireside abenden treffen würden! Während wir unter den Sternen redeten, erklärte Mark uns, dass um all diese Fireside-Meetings zu leiten, er mit 32 mitarbeiter arbeitet. Er hat ihnen Solar-Audio-Bibeln gegeben und sie würden jede Nacht  diese Geschichten hören so lange bis sie einschliefen. Einmal in der Woche trifft er sich mit ihnen unter einem Baum und arbeitete mit ihnen zusammen, um die Geschichten zu erklären und sie zu fragen, wie die Geschichten sie beeinflusst hat, was der Sinn der Geschichten ist und wie sie heute relevant sind? Auf diese Weise würden die Praktikanten diese neuen Informationen in den Dörfern bei ihren Treffen teilen und sie bis zu den nächsten Geschichten erzählen. Es gab so einen großen Hunger und Verlangen nach dem Wort Gottes, wie ich es noch nie zuvor gesehen habe. Wenn es um die Geschichte von Johannes der Täufer ging, sah jeder sofort die Wichtigkeit von diesem und verlangte, sofort getauft zu werden.

- Wildfire-Treffen unter den Sternen (klicke auf den Pfeil oben, um alle Bilder zu sehen) -


Im Busch stecken geblieben

An einem Tag besuchten wir ein Dorf tief im Busch, abseits aller Hauptstraßen, allerdings gab es da keine Straßen. Wir sind ungefähr 15km gefahren und haben unseren eigenen Weg durch Büsche gebahnt. Es war erstaunlich zu sehen, wo dieser kleine Toyota Probox hingehen könnte. Wir kamen gegen Mittag ins Dorf, als wir heraussprangen, waren wir von Kindern umzingelt. In jedem Dorf hatten die meisten Menschen keine Tücher an, die Frauen werden oft mit einer Ziegenhaut verdeckt, mit ihre bunten Farben bedeckten Hälsen. Dort ist die Haut von Kopf bis Fuß mit Körpermarkierungen bedeckt, wo sie sich selbst um der Schönheit willen verstigt haben.


Wir machten unsere Runde, trafen die Dorfvorsteher, beteten über die Feuergemeinschaft und beschlossen dann, nach Hause zu gehen, um aus der Hitze zu kommen. Als wir zum Auto kamen, wollte es nicht starten, die Autobatterie war leer und wir konnten es nicht starten. Wir waren im Busch in einem sehr einfachen Dorf gestrandet, ohne Wasser, ohne Essen, ohne Kommunikation und ohne klare Auswege! Wir versuchten, das Auto zu starten, indem wir ein Seil am Schwungrad befestigten, um zu sehen, ob wir den Motor drehen konnten ... jedoch ohne Glück. Es war sehr heiß und es gab kein Schatten. Die Dorfbewohner konnten sehen, dass wir stecken geblieben sind. Dan fragten wir 5 Damen, 16km zurück zu Marks Haus zu gehen, seine Ersatzlastwagenbatterie zu holen, die er mit einem Sonnenkollektor für das Haus benutzte und es zu uns bringen, damit wir das Auto starten konnten. Also sie mussten 32 KM im ganzen laufen!!! Also gingen sie los.

- Mark Keter, nachts vor seinem Haus -


Sobald die Leute wussten, dass wir für einige Zeit bei ihnen sein würden, sprangen sie die Gelegenheit auszunutzen und baten um leute zu Taufen. Wir haben darüber nachgedacht und den Leiter gefragt, ob sie die Taufe lehren und vollständig verstehen, worum es eigentlich geht. Wir haben auch gefragt, wie viele Menschen um Taufe gebeten haben? Er teilte uns mit, dass sie Verstehen was Taufe ist und er darüber gelehrt hat. Er hat eine Warteliste von 1800 Leuten gehabt, aber es gab mindestens 250, die wir an diesem Tag taufen sollten !!!


Wir gingen hinunter zum Schlammloch und fanden heraus, dass es kaum Wasser für eine Taufe gab, aber

Mark, ein Optimist, fing an, mit seinen Händen zu graben, um einen tieferen Bereich zu buddlen, das wir als Taufbecken benutzen konnten. Wir haben weiterhin 41 Menschen getauft, bevor wir anfingen, Licht zu verlieren.

Sobald das Licht verschwunden war, gingen wir zurück ins Dorf. Der Mangel an Wasser begann seinen Tribut zu fordern und die Dörfer brachten uns etwas Wasser, das wir gekocht haben wollten, nachdem wir das Wasser untersucht hatten und den Boden der Pfanne aufgrund einer schwelenden braunen Wolke im Wasser nicht sehen konnten, fühlten wir uns besser es nicht zu trinken. Sie brachten uns dann etwas gekochte Milch, die sie über die Woche verteilt hatten. Da dies von einer Kuh kam, fühlten wir uns etwas sicherer, dies zu trinken, als das Wasser, und es löschte unseren Durst. Nicht lange später kamen die Damen mit der Autobatterie zurück, wir konnten das Auto starten und nach Hause gehen, um eine wohlverdiente Pause einzulegen.

- Baptizim in einem Schlammloch -


Der Südsudan hat wirklich unsere Herzen berührt, es gibt so viel Hunger nach dem Evangelium, diese Feuergespräche verbreiten sich wie ein Lauffeuer. Es scheint einen wirklichen Segen zu sein, wenn Kenianer anfangen, Missionare auszusenden. Wir müssen unbedingt weiter mit Mark zusammenarbeiten und ihm helfen, die Entwicklung in dieser Region zu unterstützen.


Wenn Sie bei der Arbeit von GFI im Sudan mithelfen möchten, klicken Sie bitte hier oder wenn Sie detaillierter Vision, Ziele und Pläne von Mark im Südsudan sehen möchten, klicken Sie hier, um den GFI-Newsletter zu lesen. Die Kosten für Visa, Benzin, Essen, Wasser und Geschenke sind ebenfalls hoch. Wenn Sie sich angesprochen fühlen, Jess und meines 'Bemühungen hier draußen zu unterstützen, dann klicken Sie bitte hier. Wir haben unsere Herzen im Südsudan gelassen und werden bald zurückkehren. Bitte bleib mit uns in Kontakt, wenn du mehr wissen möchtest .

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